Überblick
- Die aktuelle Energiepreiskrise beunruhigt Märkte und Verbraucher*innen.
- Beim Strom bleiben starke Preissprünge bislang aus.
- Ein wichtiger Grund dafür sind erneuerbare Energien: Wind- und Solarstrom senken den Einsatz fossiler Kraftwerke.
- Verbraucher*innen können aktiv werden, indem sie Ökostromtarife mit dem Grüner Strom-Label wählen.
Die aktuelle politische Lage zeigt, dass die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen krisenanfällig ist. Wirtschaft und Verbraucher*innen sind durch die angestiegenen Preise verunsichert und belastet. Beim Strom hingegen bleibt ein sprunghafter Preisanstieg bislang aus. Warum ist Strom weniger krisenanfällig und was haben die Erneuerbaren Energien damit zu tun?
Die Rolle der Erneuerbaren Energien
Eurosolar, einer der Träger des Grüner Strom Label e.V., betont in einem Statement die Bedeutung von Erneuerbaren Energien, der Wärmewände und Elektromobilität für eine stabile Situation: Diese schaffen Unabhängigkeit von fossilen Importen und machen Deutschland damit widerstandsfähiger gegen globale Erschütterungen, dämpfen Preisschocks und schaffen wirtschaftliche Planungssicherheit.
Auch der Umweltverband BUND, ebenfalls Träger das Vereins, sieht in der aktuellen Entwicklung ein klares Signal: Um wirtschaftliche und soziale Risiken zu begrenzen, müsse die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zügig reduziert und der naturverträgliche Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigt werden, erklärte der BUND in einer Stellungnahme.
Wie Verbraucher*innen den Strommix beeinflussen können
Was viele Verbraucher*innen nicht wissen: Mit der Wahl des eines geprüften Ökostromtarifs können sie selbst einen Beitrag zur Energiewende leisten. Denn alle Anbieter von Stromtarifen mit dem Grüner Strom-Label verpflichten sich, pro verbrauchte Kilowattstunde einen festen Betrag in Energiewende-Projekte zu investieren. Kund*innen beziehen damit nicht nur 100 Prozent Ökostrom, sondern sorgen gleichzeitig dafür, dass in die Energiewende investiert wird. So stärken sie langfristig die Energieunabhängigkeit in Deutschland.
Was dies bewirkt, zeigt ein Blick auf den deutschen Strommix Anfang dieses Jahres. Mit zunehmenden Sonnenstunden im Frühjahr stieg die Stromproduktion aus Photovoltaikanlagen deutlich. Lag der Anteil erneuerbarer Energien an der öffentlichen Nettostromerzeugung im Januar noch bei rund 50 Prozent, so lag er im März bereits bei knapp 60 Prozent. Windenergie an Land und auf See machte dabei etwa ein Drittel des Strommixes aus, Solarenergie knapp ein Viertel, zeigt die Übersicht für den März von Energy Charts. Dadurch sank der Anteil von Erdgas in der Stromerzeugung. Je mehr Strom aus erneuerbaren Energien verfügbar war, desto weniger fossile Kraftwerke wurden benötigt – und das wirkte preisdämpfend, wie die Börsenstrompreise zeigen.
Eine erneuerbare Energieversorgung hat daher zahlreiche Vorteile für Wirtschaft und Gesellschaft. Wer die Energiewende mit seinem Stromtarif gezielt unterstützen möchte, findet passende Tarife im Vergleichsportal der Umweltverbände: vergleich-dich-gruen.de
Weiterführende Links
- Stellungnahme BUND: Regierung Merz ohne Krisenplan: Klimaschutzprogramm bereits Makulatur
- Stellungnahme Eurosolar
- Stromerzeugung im März: Energy-Charts
Vergleichsportal der Umweltverbände: vergleich-dich-gruen.de






