Grüner Strom-Label
Was ist das Grüner Strom-Label?
Ausbau erneuerbarer Energien
Pro verbrauchte Kilowattstunde fließt ein fester Geldbetrag in den Ausbau erneuerbarer Energien.
100 % Ökostrom
Das Grüner Strom-Label garantiert Ökostrom zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen.
Empfohlen von BUND & NABU
Diese und weitere Trägerverbände arbeiten an den Kriterien des Labels mit.
Warum reicht Ökostrom allein nicht aus?
Fast jeder Energieversorger bietet heute Ökostrom an. Ökostrom allein bringt die Energiewende jedoch nicht automatisch voran. Dafür muss zusätzlich in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert werden.
Energieanbieter, die Tarife mit dem Grüner Strom-Label anbieten, verpflichten sich deshalb, für jede von ihren Kundinnen und Kunden verbrauchte Kilowattstunde einen festen Geldbetrag in Energiewende-Projekte zu investieren.
Je mehr Strom über zertifizierte Tarife verbraucht wird, desto mehr Geld fließt in den Ausbau erneuerbarer Energien und Energiewende-Projekte.
So wurden bereits über 117 Millionen Euro in mehr als 2.100 Projekte investiert.
Die Kriterien des Labels
Das Grüner Strom-Label basiert auf verbindlichen Kriterien. Nur Tarife, die alle Anforderungen erfüllen, können zertifiziert werden.
Das ist ausgeschlossen
- Beteiligung des Unternehmens an Atomkraftwerken
- Beteiligung des Unternehmens an Kohlekraftwerken zum Stichtag 1.1.2027
- Fehlende Investitionen in Energiewende-Projekte
Label-Handbuch
Bei dem Label-Handbuch* handelt es sich um einen Anwendungsleitfaden zum Grüner Strom-, bzw. Grünes-Gas-Kriterienkatalog. Er konkretisiert die Zertifizierungsanforderungen und beschreibt die relevanten Verfahren, Nachweise und Rahmenbedingungen für deren Anwendung und Prüfung.
Label-Handbuch
*Hinweis zum Label-Handbuch
Das Label-Handbuch wird derzeit im Rahmen der Weiterentwicklung des Grüner Strom-Labels und der Anforderungen der Richtlinie (EU) 2024/825 (EmpCo) und die daraus resultierenden Vorgaben des UWG für das Grüner Strom- und Grünes Gas-Label umfassend überarbeitet. Die Veröffentlichung der neuen Fassung ist für das Jahr 2027 vorgesehen.
Bei Fragen zu Zertifizierungsanforderungen, Fördermöglichkeiten oder zur Förderfähigkeit einzelner Maßnahmen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle des Grüner Strom Label e.V.
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Häufige Fragen
Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Grüner Strom-Label.
Bei Grüner Strom-zertifizierten Ökostromtarifen fließen garantierte Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien.
Die Investitionsverpflichtung wird durch einen festgelegten Betrag je verbrauchter Kilowattstunde bestimmt. Die Projekte, die dadurch unterstützt werden, umfassen folgende Bereiche: Mobilitätswende, Energieinfrastruktur, Energieeffizienz sowie sonstige Energiewende-dienliche Projekte, wie Naturschutz, Entwicklungszusammenarbeit und Bildung.
Die ganze Bandbreite der Projekte findest du im Kriterienkatalog.
Das Grüner Strom-Label wird für einen Ökostromtarif vergeben, nicht für den Anbieter an sich. Die Labelkriterien beziehen sich demzufolge überwiegend auf den Tarif. So kann man das Grüner Strom-Label sowohl auf Tarifen reiner Ökostromanbieter als auch auf Tarifen von Stadtwerken finden, die neben dem zertifizierten Ökostrom auch konventionellen Strom vertreiben.
In unserem Tarifportal der Umweltverbände „vergleich-dich-gruen“ findest du alle Tarife und kannst ganz einfach zu einem Ökostromtarif mit Grüner Strom-Label wechseln.
Ökostrom ist elektrische Energie, die aus erneuerbaren Quellen stammt. Sie kann aus Solarstrahlung, Wind- und Wasserkraft, Biomasse, Erdwärme oder Klärgas erzeugt werden.
Strom aus erneuerbaren Energien ist ökologisch und sozial verträglich, weil das Klima geschützt und der Verbrauch fossiler, endlicher Ressourcen reduziert wird. Außerdem entstehen keine gefährlichen Abfallstoffe, wie beispielsweise radioaktiver Müll bei Atomkraftwerken.
Wenn man Ökostrom bezieht, heißt das nicht, dass aus der Leitung tatsächlich Strom aus Erneuerbaren kommt. Jede erzeugte Kilowattstunde fließt in einen Stromsee, aus dem er dann an die Endkund*innen weiterverteilt wird. D.h. alle bekommen denselben physischen Strom. Doch jede*r einzelne Ökostromkund*in hilft dabei, den Anteil erneuerbarer Energien im Stromsee zu erhöhen.
Strom aus erneuerbaren Energien bringt allerdings nicht automatisch die Energiewende voran. Es muss zusätzlich in den Ausbau von erneuerbaren Energien investiert werden. Das garantieren Ökostromtarife, die das Grüner Strom-Label tragen.
Wenn du einen Tarif beziehst, der mit unserem Label zertifiziert ist, kannst du sicher sein, dass pro verbrauchter Kilowattstunde, Gelder in den Ausbau erneuerbarer Energien fließen.
Bei Ökostromtarifen für Privatkund*innen müssen mindestens 0,5 Cent pro Kilowattstunde investiert werden. Viele Energieanbieter investieren auch mehr als 0,5 Cent pro Kilowattstunde.
Bei Gewerbekund*innen liegt der Beitrag aufgrund der höheren Verbrauchswerte niedriger: Sie staffeln sich von 0,1 Cent bis 0,4 Cent pro Kilowattstunde.
Ja. Ökostromtarife müssen nicht zwangsläufig ein Label tragen. Die Zertifizierung mit dem Grüner Strom-Label oder anderen Labels ist freiwillig. Es gibt Stromanbieter, die ganz darauf verzichten, ihre Tarife von unabhängiger Seite überprüfen zu lassen. Hier müssen Verbraucher*innen selbst entscheiden, wie glaubwürdig das Angebot ist.




