Wer bist du und seit wann gehörst du schon zum Team des Grüner Strom Label e.V.?
Ich bin Antonia und seit Ende 2023 beim Grüner Strom-Label, zunächst als Werkstudentin und dann als Referentin im Bereich Grüner Strom-Zertifizierung.
Was genau machst du beim Grüner Strom Label e.V. und wie sieht ein klassischer Arbeitstag bei dir aus?
Als Referentin arbeite ich mit beim Zertifizierungsprozess und unterstütze bei dem Erstellen der Grüner Strom-Gutachten.
Kernkriterium des Grüner Strom-Labels ist, dass die Anbieter zertifizierter Tarife den Ausbau erneuerbarer Energien mit einem festen Betrag je verkaufter Kilowattstunde unterstützen. Zum Beispiel durch den Bau von Erneuerbaren Energie-Anlagen oder der Durchführung anderer Projekte, die die Energiewende voranbringen. Ich schaue mir diese Projekte an, ob sie unseren Kriterien entsprechen. Und da sich die Rahmenbedingungen immer wieder ändern, passen wir auch unsere Kriterien immer wieder an. Damit bleiben sie aktuell. Hier helfe ich mit bei der Überarbeitung unserer Prüfkriterien.
Außerdem kümmere ich mich um unseren Energiewende-Fonds, in den Mittel übertragen werden, die Stromanbieter bisher nicht investiert haben. Mit diesen Geldern unterstützt der Fonds ebenfalls Projekte und den Ausbau der Erneuerbaren.
Was ist das Schönste an deinem Job?
Das Schönste ist die Beschäftigung mit einem sinnvollen und interessanten Thema in einem großartigen Team, das sehr wertschätzend miteinander umgeht. Ich finde es spannend, mich in verschiedenen Bereichen, die die Energiewende betreffen, auf dem neusten Stand zu halten, neue Entwicklungen mitzubekommen und innovative Projekte kennenzulernen.
Warum engagierst du dich für die Energiewende?
Die Energiewende ist ein zentraler Punkt, um der Klimakrise zu begegnen und eine nachhaltige Energieversorgung zu ermöglichen. Ohne eine schnelle Umstellung unserer Energieversorgung auf erneuerbare Energien werden wir es nicht schaffen, dass kommende Generationen ihre Bedürfnisse auf diesem Planeten werden befriedigen können.
Für mich ist es wichtig, mich nachhaltig zu verhalten. Dazu zählt neben dem Bereich der Energieversorgung mit zertifiziertem Ökostrom und der Mitgliedschaft in einer Bürgerenergiegenossenschaft auch meine Ernährung und mein sonstiger Konsum. Da achte ich auf ökologische Herstellung und fairen Handel. Außerdem nutze ich Angebote wie die Leihbar oder den freien Fahrrad-Lastenanhänger Bolle bei uns in Bonn, leihe und verleihe Dinge in der Nachbarschaft oder nutze Carsharing. So muss nicht jede*r alles haben. Das spart Ressourcen und schafft Gemeinschaft.
Welche Themen im Bereich Nachhaltigkeit interessieren dich persönlich besonders?
Neben einer nachhaltigen Energieversorgung interessieren mich besonders Themen rund um den Schutz von Klima, Umwelt und Biodiversität. Wenn man sich ansieht, mit welcher rasanten Geschwindigkeit das Artensterben voranschreitet, finde ich das oft entmutigend, aber es ist wichtig ins Handeln zu kommen und ein Stück beizutragen hilft mir: z.B. insektenfreundlich pflanzen (ob auf dem Balkon, dem eigenen Garten oder als Beetpatenschaft im städtischen Raum), Ökostrom beziehen, vielleicht sogar selbst Solarstrom produzieren, Energie und Ressourcen sparen, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam gestalten.






